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Sommerfest im "Sülzetal"

Ein buntes Treiben herrschte im Kinder- und Jugendzentrum "Sülzetal" in Altenweddingen. Das DRK Wanzleben eingeladen.

Das Wetter spielte mit bei der Veranstaltung, zu der sich das DRK einiges hatte einfallen lassen. So konnten sich die zahlreich erschienenen Kinder und Jugendlichen am Glücksrad probieren, wo viele lukrative Preise lockten. Als Glücksfee fungierte dabei der Bürgermeister der Gemeinde Sülzetal, Jörg Methner (SPD). „Ich bin froh, dass das Kinder- und Jugendzentrum so ein tolles Fest auf die Beine stellen kann. So etwas ist eine Bereicherung für unser Gemeindeleben“, meinte Methner.

Anziehungspunkt war auch die unter schattigen Bäumen aufgestellte DRK-Kinderrutsche, auf der sich die Jüngsten austoben konnten. Andere testeten beim Kinderschminken aus, was so alles aus sich gemacht werden kann. Währenddessen konnten sich Eltern sowie Gäste am Versorgungstrakt des DRK mit Würstchen, Bouletten, Grillkäse, Salaten sowie Kaffee und Kuchen stärken. „Wir haben heute für alles gesorgt“, meinte die Einrichtungsleiterin des Kinder- und Jugendzentrums, Liane Rein.

Ein Höhepunkt des Festes waren die Auftritte der Cheerleader „Red Hurricans“ und der Zirkusgruppe „Kunterbunt“ aus der Partnereinrichtung, dem DRK-Kinder- und Jugendzentrum Eilsleben. Die Kinder zwischen 6 und 14 Jahren begeisterten ihre Altersgenossen und alle anderen Besucher mit ihren gut einstudierten Darbietungen und erhielten dafür viel Applaus.

Für den Oktober plant Liane Rein schon weitere Projekte. Unter dem Motto „Mobilität - meine berufliche Zukunft“ soll unter anderem ein Fahrlehrer einen Tag lang die Einrichtung besuchen, danach werden Unternehmen eingeladen, die fahrende Berufe vorstellen und am dritten Tag können Kinder und Jugendliche kostenlos einen Erste-Hilfe-Schein machen.

In der zweiten Ferienwoche folgt eine „Ferienfreizeit“ in der DRK-Begegnungsstätte Kroppenstedt mit vielen Aktivitäten, wie einem Ausflug nach Halberstadt, Grillabenden und einer Nachtwanderung.

Wie es mit Liane Rein danach selbst weitergeht, steht noch in den Sternen. „Die Gemeinde hat den Vertrag mit der DRK-Einrichtung zum 31. Dezember einseitig gekündigt, weil sie eine 40-Stunden-Kraft nicht länger fördern kann. Sollte die Situation wirklich eintreten, komme ich bei all den Überstunden als Diplompädagogin für 30 Stunden nicht mehr hierher“, sagte die Einrichtungsleiterin am Rande des Sommerfestes.

Eng zur Seite steht ihr dabei Stephan Dill, Abteilungsleiter im DRK-Kreisverband Wanzleben. „Die Einrichtung ist mit ihren kostenfreien Angeboten voll fördermittelabhängig. Ihr Bestehen wird vom Landkreis Börde gefährdet, der nur eine Fachkraft für 30 Stunden für die große Gemeinde Sülzetal bezahlt. Die Gemeinde hatte die Mittel soweit aufgestockt, dass Liane Rein 40 Stunden arbeiten kann“, meinte Dill. Angesichts der leeren Kassen der Gemeinde ist es damit nun vorbei, die Vereinbarung wird nicht verlängert. „Unsere Aufforderung als DRK Wanzleben an den Landkreis Börde ist, dass für die Gemeinde Sülzetal eine Vollzeitkraft zur Verfügung gestellt wird. Wir reden hier nicht von Unsummen. Das Geld ist da, die Träger der öffentliche Kinder- und Jugendarbeit haben in diesem und den letzten Jahren die Fördermittel des Landkreises bei weitem nicht ausgeschöpft“, betonte DRK-Abteilungsleiter Stephan Dill.

Volksstimme, 29.08.2017 (Dirk Halfas)

29. August 2017 12:03 Uhr. Alter: 22 Tage