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Jugendrotkreuzler ermitteln Beste

Der DRK-Kreisverband Wanzleben veranstaltete am Sonnabend seinen Jugendrotkreuz-Kreiswettbewerb. 13 Stationen galt es zu absolvieren.

Im sonst so beschaulichen Wanzleber Volkspark an der Lindenpromenade herrschte am Sonnabend reger Betrieb. Über all auf den Wegen waren kleine Gruppen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen unterwegs, um verschiedene Stationen zu absolvieren. Die Gruppen waren in die Sarrestadt reist, um am jährlichen Kreiswettbewerb des Jugendrotkreuzes innerhalb des DRK-Kreisverbandes Wanzleben teilzunehmen.

Die Kreiswettbewerbe im Volkspark standen in diesem Jahr unter der Überschrift „Weniger is(s)t mehr“. Beim Wettbewerb waren neben dem Wissen über klassische Themen des Deutschen Roten Kreuzes wie Erste Hilfe in Theorie und Praxis auch Kenntnisse über Gesundheit, Ernährung, Umwelt und Allgemeinwissen gefordert.

"Im Vordergrund steht vor allem Spaß, Spiel und das Miteinander“, verdeutlichte Carolin Sauer, die Koordinatorin der Verbandsarbeit im DRK-Kreisverband Wanzleben. Bei der jungen Frau liefen vor und während des Wettkampfs alle organisatorischen Fäden zusammen. Nach ihren Worten würden die Wettbewerbe ein Wissensvergleich der Jugendrotkreuzgruppen und Schulsanitätsgruppen sein, die sich einmal in der Woche in den Ortschaften treffen, um unter Anleitung erfahrener Ausbilder die Erste Hilfe zu erlernen und zu üben. Gleichwohl diene das Treffen des DRK-Nachwuchses dazu, neues Wissen zu vermitteln und ihre Teamfähigkeit innerhalb der Gruppe und der großen Rettergemeinschaft zu stärken.

Dreizehn Gruppen mit insgesamt etwa 80 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem gesamten DRK-Kreisverbandsgebiet Wanzleben nahmen in vier Alterskategorien den dreizehn Stationen umfassenden Wettbewerbsparcours in Angriff. Mit Hilfe einer Karte und streng nach einem genauen Zeitplan mussten die Gruppen die Stationen selbstständig aufsuchen. 60 ehrenamtliche Helfer aus dem gesamten Verbandsgebiet unterstützten die aufwändig und gut organisierte Veranstaltung. „Ohne das Ehrenamt wäre es nicht möglich, eine solche Veranstaltung auszurichten“, bedankte sich Carolin Sauer für die Unterstützung. Dazu zählte auch der Einsatz der Helfer, die sich um die Versorgung der Teilnehmer mit Essen und Trinken kümmerten. Es gab Hamburger zum Selberbelegen, Pommes und Chili con Carne.

Eine besondere Herausforderung stellte eine Station dar, bei der die jungen Rotkreuzler nach einer angenommenen Massenpanik bei einem Rockkonzert verletzten Menschen Erste Hilfe leisten mussten. Dabei stand den Helfern wenig Verbandsmaterial zur Verfügung, so dass Improvisation und Einfallsreichtums gefragt waren. Auch musste der Chef der Gruppe schnell entscheiden, welche Menschen am schwersten verletzt waren und zuerst Erste Hilfe benötigten. So übten die Teilnehmer unter anderem die Handgriffe der Wiederbelebung oder legten Verbände an, um Blutungen zu stillen. Auch musste eine verwirrte Person, die sich vom Ort des Geschehens entfernt hatte, gefunden werden.

Die Sieger in den verschiedenen Altersgruppen qualifizierten sich für den Landeswettbewerb des Jugendrotkreuzes 2018 und werden dort die Farben des DRK-Kreisverbandes vertreten. Bevor am Nachmittag im Volkspark die Ergebnisse verkündet und die besten Gruppen unter anderem von Guido Fellgiebel. Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, ausgezeichnet wurden, zeigte noch die DRK-Rettungshundestaffel ihr Können.

Volksstimme, 12.06.2017 (Mathias Müller)

12. Juni 2017 12:29 Uhr. Alter: 156 Tage