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Zwei Projekte fließen ineinander

Fahrt nach Auschwitz und die Todesmärsche nach Drackenstedt stehen auch künftig im Fokus

In der Aula des Gymnasiums in Wanzleben haben sich etliche Interessierte Besucher eingefunden, um den Berichten der Jugendlichen zu lauschen – die sich mit der Auschwitzreise, aber auch mit den Todesmärschen zum Kriegsende nach Drackenstedt beschäftigen. Unter den Gästen sind Dieter Steinecke (Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge), Stephan Dill (Deutsches Rotes Kreuz), Bürgermeister Thomas Kluge (parteilos), und Dr. Susanne Pichottky (Direktorin des Gymnasiums) sowie Babett Korth (Schulfachliche Koordinatorin des Gymnasiums).

 

Nach der Eröffnung durch Jörg Schulz von der „Tenne“ in Wanzleben wird zunächst ein Film über das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau gezeigt. Danach schildern die Teilnehmer ihre Eindrücke zu der Reise, die sie zunächst in die malerische Altstadt von Krakau geführt hatte, um dann als krasser Kontrast in das Konzentrationslager überzuleiten.

Lea Herbert, Melanie Hönsch, Tia Schäfer – alle von der Klasse 11/2 – führen von den Versammelten ihre ganz persönliche Eindrücke aus.Tia Schäfer wartet zudem mit Erkenntnissen zu einem Massaker an Kriegsgefangenen auf, welches in Drackenstedt stattgefunden hat.

Lea Herbert sagt: „Bei der Fahrt konnte ich viele Eindrücke mitnehmen.“ „Während der Besichtigung des jüdischen Viertels, regnete es zwar, jedoch hörten wir uns interessiert die Geschichte an.“

Der Besuch am letzten Tag in Auschwitz gehörte zum traurigsten Teil der Reise. „Die Besichtigung war sehr bewegend, jedoch auch informativ. Durch die gezeigten Überbleibsel wurde uns vor Augen geführt, welche Schreckenstaten an diesem Ort vollbracht wurden“, führt sie weiter aus. Mit einer traurigen Grundstimmung sei dann die Fahrt heim in Richtung Börde abgelaufen. Nach den Worten werden die von den Teilnehmern aufgenommenen Bild-Impressionen der Projektreise gezeigt.

Dieter Steinecke lobt ausdrücklich die Tätigkeit der Schüler und spricht sich für eine Fortsetzung der Arbeit aus. „Das wird auch geschehen“, bestätigt Stephan Dill vom DRK in Wanzleben. „Die Reisen nach Auschwitz werden fortgesetzt und 2019 rücken wir die Todesmärsche nach Drackenstedt mehr in den Fokus. Beide Projekte fließen somit ineinander und wir werden sie nicht wieder trennen.“

Volksstimme, 27.11.2018 (Christian Besecke)

28. November 2018 09:18 Uhr. Alter: 18 Tage