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Nachtflohmarkt mit Programm

Das Soziale Zentrum "Alter Bahnhof" des DRK-Kreisverbandes Wanzleben hatte erstmals zu einem Nachtflohmarkt eingeladen.

Barbara Schürmann, die Leiterin des Sozialen Zentrums „Alter Bahnhof“ des DRK-Kreisverbandes Wanzleben, war an diesem sonnigen Oktobernachmittag sehr beschäftigt. Die blonde Frau in dem roten T-Shirt hastete ohne Unterlass über das weitläufige Gelände an der Bahnhofspromenade. Zusammen mit ihren Mitarbeitern und vielen fleißigen, ehrenamtlichen Helfern, hatte der „Alte Bahnhof“ erstmals zu einem Nachtflohmarkt eingeladen.

„An 20 Ständen können unserer Besucher in den Angeboten stöbern“, sagte Barbara Schürmann. Dabei handelte es sich ausschließlich um Privatleute und keine kommerziellen Anbieter. So konnte man bereits kurz nach dem Beginn des Flohmarktes, der am Nachmittag startete und bis in die Abendstunden dauerte, Besucher sehen, die sich mit einem Staubsauger in den Händen auf den Heimweg machten. Der Vielfalt der Angebote an den Ständen waren keine Grenzen gesetzt. Neben dem Feilschen um den Preis des Begehrten war genügend Zeit für ein ausgiebiges Gespräch oder einen gemütlichen Bummel durch die Reihen der Händler.

Neben dem ausgelassenen Shopping unter freiem Himmel bot der Nachtflohmarkt des Sozialen Zentrums „Alter Bahnhof“ aber noch jede Menge mehr. Die Mitarbeiter des DRK-Kleiderladens hatten ein Glücksrad aufgebaut, an dem besonders die Kinder den Preisen nachdrehten. Die Schlange der hungrigen Besucher am Stand des Teams der Suppenküche riss nicht ab. Die fleißigen Frauen und Männer grillten Würste und Fleisch oder rührten das heiße Kesselgulasch um. Gegen kleines Geld griffen die Besucher bei den Angeboten gerne zu oder versorgten sich ein paar Meter weiter mit Kaffee und Kuchen.

Während sich die Gäste die Speisen und Getränke auf Bänken und an Tischen schmecken ließen, eroberten derweil Mädchen und Jungen im Alter von drei bis zehn Jahren den zur Kleinkunstbühne umfunktionierten von der Sommerhitze ausgetrockneten Rasen. Die jungen Akteure hatten zuvor fünf Wochen lang immer freitags beim Projekt „Musik erleben mit allen Sinnen“ im Sozialen Zentrum geübt und ihren großen Auftritt vorbereitet. „Im Vordergrund stand der Spaß für unsere Jüngsten. Das Ziel war es, die Kinder spielerisch an Musik heranzuführen“, sagte Barbara Schürmann. Angeleitet wurde dieses Projekt von dem Sozialpädagogen Marcel Seidel von der Integrativen Kunst- und Musikschule Magdeburg. Möglich gemacht hatte es eine Förderung der Kreissparkasse Börde.

Mit einer temporeichen Show mit etlichen akrobatischen Einlagen begeisterte dann die Cheerleader-Gruppe „Redhorrecans“ des DRK Kinder- und Jugendzentrums Eilsleben das Publikum. Zur Gruppe gehörte ebenfalls ein Clown, der die jüngsten Besucher mit seine Späßen zum Lachen brachte.

Das Programm wurde vom Auftritt der Sängerin Pandora abgerundet, die stimmgewaltig das Publikum mit Schlagern verzauberte. Pandora heißt mit bürgerlichem Namen Anja Schmierdorfer und arbeitet in der DRK-Sozialstation Wanzleben in der ambulanten Pflege. Die Musik sieht sie als Ausgleich für den mitunter stressigen Berufsalltag.

Volksstimme, 09.10.2018 (Mathias Müller)

10. Oktober 2018 08:23 Uhr. Alter: 67 Tage