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Gäste in die Welt der Poesie entführt

Dämmerschoppen in Osterweddingen mit Alltags- Natur-, Reise- und Märchentexten

Die Magdeburger Lyrikerin Helga Schettge ist in Osterweddingen längst keine Unbekannte mehr. Bereits neun Mal war sie mit ihrer Poesie beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Osterweddingen zu Gast. Acht Mal davon allein schon bei einem „Dämmerschoppen“. Bei ihrem jüngsten kommen lautete der Name des Programms: „Und immer noch fliegen die Schwalben“.

Zuvor wurden alle Gäste in der Cafeteria des DRK-Pflegeheims „Rusches Hof“ aber erst einmal mit einem leckeren Abendessen bewirtet: Schnitzel, Blumenkohl, Kartoffeln und einem Gläschen Bowle.

Helga Schettge zitierte dann zu Beginn ihrer Leistung im Rusches Hof einen Ausspruch des ehemaligen britischen Premierministers Winston Churchill (1874 bis 1965). Sinnesgemäß soll er gesagt haben: „Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ Die Gedichte waren ein bunter Reigen von Naturbetrachtungen, Alltagserlebnissen, Reiseerinnerungen und Märchentexten sowie Herbst- und Wintererfahrungen. Die „Blaue Blume der Romantik“ von Novalis wurde den Besuchern mit neuen Texten der Magdeburgerin wieder in Erinnerung gerufen. Ebenso hörten sie das „Guericke-Sonett“, in dem es um den Standort der Gebeine des bedeutenden Magdeburger Politikers und Naturwissenschaftler geht. Die Verse Schettges reichten schließlich bis hin zur Weihnachtszeit. In ihre Lyrik band Helga Schettge insgesamt vier deutsche Volkslieder mit ein, die sie mit ihren Zuhörern sang: „Der Mond ist aufgegangen“, „Schwarzbraun ist die Haselnuss“, „Sah ein Knabe ein Röslein stehn“ und „Bunt sind schon die Wälder“.

In kurzer Zeit bildete sich im Saal beim Singen ein „Gemischter Chor“, der alle Strophen mitsang, und zwar auswendig. Die alte Schule eben. Wie im Fluge verging die abwechslungsreiche Veranstaltung. Es gab Besinnliches zu hören, aber auch wieder viel Humorvolles.

An tosendem Applaus für Helga Schettge fehlte es am Ende nicht. Zum Schluss überreichte ihr Margitta Falkenberg vom DRK einen bunten Blumenstrauß – als Dankeschön.

Volksstimme, 27.09.2018 (Udo Mechenich)

 

28. September 2018 10:21 Uhr. Alter: 24 Tage