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Weltenbummler unterwegs im Korallenriff

Hobbyfotograf Andreas Kobel berichtet bei einem „Dämmershoppen“ von der Unterwasserwelt des Roten Meeres

Der Altenweddinger Weltenbummler Andreas Kobel, entführte die zahlreich erschienen Senioren diesmal in die farbenprächtige Welt eines ägyptischen Korallenriffs in der Makadi Bay am Roten Meer, die er mit 140 Fotos und einige Videosequenzen auf die Wand projezierten.

„Ich habe immer bei auflaufendem, zunehmendem Wasser geschnorchelt. Ich bin schon ein bisschen korpulent und wollte im Flachwasser die Natur des Riffs und meine eigene nicht kaputtmachen“, meinte Kobel schmunzelnd zu Beginn seiner Vortrages im „Rusches Hof“.

Der Hobbyfotograf zeigte zunächst in phantastischen Bildern Sonnenaufgänge am Roten Meer. „Sonnenaufgänge sind schön, doch manchmal ist das Vorspiel schöner. Die Sonne steht dann flach unter dem Horizont, dadurch filtert sich rotes Licht heraus und färbt das Meer rot. Dieses ist eine der Erklärungen, warum es rotes Meer heißt“, erläuterte der Hobbyfotograf Kobel.

Am Strand fotografierte er auch ein Eisvogel. „Zuhause habe ich  noch nie einen Eisvogel gesehen, obwohl er hier heimisch ist“, meinte der Fotograf.

Gleich beim allerersten Tauchgang seines Lebens begegnete er einer vier Meter langen Riesenmuräne. „ Ich hatte einen unheimlichen Respekt vor dem Tier und ging bis auf drei Meter heran, nähe habe ich mich nicht getraut. Es war für mich sehr eindrucksvoll, die Muräne beobachten zu dürfen. Ich war Gast in ihrem Revier, wollte aber die Gastfreundschaft nicht überstrapazieren“, kommentierte Kobel seine, die Zuschauer beeindruckenden, Fotos der Muräne.

Danach zeigte Kobel ein Video von einer absolut seltenen Mangroven-Qualle, die nicht durchs Wasser schwimmt, sondern standorttreu auf dem Boden festsitzt.

„Ich habe beim Schnorcheln erst mal gelernt: schwimme nie hinter Fischen her, sie sind schneller. Fische sind neugierig und kommen von ganz alleine auf dich zu“, sagte Kobel, während er den Senioren eine an Farben reiche Bilderwelt  des Korallenriffs präsentierte.

Zu sehen waren unter anderem leuchtende rote Perlenseesterne, Papageienfische, ein Riesenigelfisch, gelbe Tabakfalterfische, ein bunter Pfauenaugenkaiserfisch, eine Glockenanemone, Erdbeerkorallen und eine Riesenmuschel.

Die Veranstaltungsbesucher beklatschten die Aufnahme.  Nachdenklich  machten die Bilder von Plastikmüll. „Das sind wir, das ist sehr traurig“, ärgerte sich Kobel, der die Zerfledderten Plastiktüten so weit es ging herausfischte.

Der Hobbyfotograf Kobel hat während seiner Zeit am Riff aber auch für sich selber dazugelernt. „Das nächste Mal würde ich mit Schuhen tauchen wegen der Seeigel und Kegelschnecken, gegen deren Gift es kein Antiserum gibt“, sagte Kobel am Schluss seiner Vortrages, für den er von den Zuschauern des Abends lang anhaltenden Applaus erhielt.

In Fortsetzung seiner Ägyptenreise will der Hobbyfotograf Andreas Kobel das nächste Mal mit Bildern aus dem Tal der Könige berichten. „Ich bin in den Gräbern der Pharaonen von Ramses des III. bis VI. umd Merenptah gewesen. Es ist erst seit kurzem erlaubt, dort für eine Gebühr zu fotografieren“, kündigt er an.

Volkstimme, 31.01.2019 (Dirk Halfas)

1. Februar 2019 11:37 Uhr. Alter: 164 Tage