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Vielfalt bleibt Chance und Herausforderung

DRK-Kreisverband Wanzleben schreibt schwarze Zahlen und würdigt seine ehrenamtlichen Träger

Der Kreisverband hat das Jahr 2017 bei einem Gesamtumsatz von rund 6,8 Millionen mit einem Plus von 368000 Euro abgeschlossen. „Wirtschaftlich sind wir also gesund, zumal der noch ungeprüfte Vorbericht 2018 mit einem Ergebnisplus von 310000 Euro ganz ähnlich aussieht“, erklärt Schatzmeister Manfred Nebauer den Delegierten und Ehrengästen am Mittwochabend im Gasthof „Zur Eisenbahn“. Die Überschüsse werden der Rücklage des Vereins zugeführt, so hat es die Verbandsversammlung beschlossen, ebenso, wie sie angesichts der Zahlen sowie des von Geschäftsführer Guido Fellgiebel vorgelegten Tätigkeitsberichts dem Vorstand pflichtgemäß und einstimmig die Entlastung erteilte.

„Wir hätten das alles natürlich gern noch 2018 präsentiert, wie es auch ursprünglich geplant war“, entschuldigte sich Torsten Winkelmann bei den Mitgliedern. Der Jahresabschluss habe jedoch aufgrund eines personellen Engpasses in der Hauptbuchhaltung nicht mehr rechtzeitig fertiggestellt werden können. So werde er 2019 voraussichtlich zwei Kreisversammlungen geben – die nun erfolgte 29. für den Bereichszeitrum  2017 sowie turnusmäßig die 30. für das Vorjahr.

„Trotz kontinuierlichen Wachstums ist positiv festzustellen, dass unser Verein sowohl zwischen haupt- und ehrenamtlichen Tätigkeitsfeldern als auch – und das im besonderen Maße – zwischen den wirtschaftlichen Arbeitsbereichen zusammengerückt ist“, betonte Guido Fellgiebel in seinem Jahresbericht. Die Vernetzung untereinander, als Beispiel nannte er die Abteilungen Fahrdienst und Pflege, sei „deutlich ausgebaut“ worden. Das komme allen Beteiligten, nicht zuletzt den Dienstleistungsempfängern zugute.

An die oberste Stelle der Gründe für die funktionierende Verbandsarbeit allerdings setzen nicht nur Fellgiebel und Winkelmann, sondern ebenso die persönlich erschienenen Vertreter der DRK-Landesverbands, Präsident Roland Halang und Geschäftsführer Carlhans Uhle, die zahlreichen ehrenamtlichen Tätigen. Einige seien von kleinauf dabei, andere von Berufs wegen mit dem Roten Kreuz verbandelt, so Guido Fellgiebel. „Doch sie alle vereint, dass sie sich in ihrer Freizeit aufopferungsvoll für andere Menschen engagieren und so auch ihre Heimat ein Stück attraktiver gestalten.“

Die Würdigung des Ehrenamts wurde auch an der Tagesordnung deutlich: Die Auszeichnung der diesmal 48 treuen Helfer in den verschiedenen Vereinsbereichen von der Blutspende bis zur Rettungshundestaffel war Punkt eins noch vor den Grußworten, Berichten und Beschlüssen.

Das Wort, das hierbei besonders häufig fiel, lautete „danke“ Roland Halang meinte dazu später: „Anerkennung ist unabdingbar. Deshalb wollen wir im DRK bundesweit auch künftig eine Wertschätzungskultur etablieren und pflegen.“

Das Gastspiel beim Kreisverband Wanzleben bezeichnete der Landesverbandspräsident als „immer sehr belebend“. Zugleich verschwieg er nicht, „dass wir überall den Verlust von Mitgliedern spüren.“ Jedoch bestehe Hoffnung, die Motivation zum Ehrenamt spiele dabei eine wichtige Rolle: „Wir wissen aus einer prospektiven Studie, das der Wille zum Ehrenamt da ist, vor allem im Bereich Sport und Bewegung. Dieses Potenzial wollen wir nutzen.“

Daraus lässt sich ableiten, dass Mehrgleisigkeit und Vielfalt für die Kreisverbände als regionale und lokale Basis weiterhin sowohl Herausforderung als auch Chance bedeuten. Was in Wanzleben jeher gelebt werde, wie Guido Fellgiebel nicht müde wird zu unterstreichen: „Wir als DRK-Kreisverband sind in der Fläche von Wefensleben bis Osterweddingen , von Groß Rodensleben bis Kroppenstedt und im Aufgabenspektrum gewiss so aktiv wie kein anderer Wohlfahrtsverband.“

Eine Einschätzung, die Landesvertreterin Iris Herzig teilte: „Der  DRK-Kreisverband Wanzleben ist eine feste Säule der Daseinsversorgung im Landkreis Börde und hat sich trotz mancher Rückschläge stabil entwickelt. Die Tätigkeit im Verband zeugt von Fleiß, es ist einfach beeindruckend, wie vielfältig Sie hier mit den Mitarbeitern und Ehrenamtlichen tätig sind. Im Grunde gibt es nichts, an das Sie sich nicht herantrauen.“ Ralf Schmidt, Sozialausschussvorsitzender der Stadt Wanzleben-Börde, ergänzte dazu sein Grußwort: „Man muss bedenken, dass viele dieser ehrenamtlichen Tätigkeiten beziehungsweise DRK-Dienst generell nicht mal so eben nebenbei geleistet sind. Es gehört noch viel mehr dazu, zum Beispiel stetige Aus- und Weiterbildung, in der Freizeit wohlgemerkt.“

Volkstimme, 02.02.2019 (Ronny Schoof)

7. Februar 2019 09:43 Uhr. Alter: 77 Tage