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Ein Mobil für die Jugendarbeit

Für die Jugendarbeit in der Oberen Aller ist ein Fahrzeug angeschafft worden. In Eilsleben wurde es dem DRK übergeben.

Das Kinder- und Jugendmobil, ein Kleinbus mit Sport-, Spiel- und Kreativ-ausstattung an Bord, sei ein wichtiger Faktor, um die Klubbetreuung insbesondere im westlichen Teil der Verbandsgemeinde Obere Aller mit den Gemeinden Völpke, Sommersdorf, Harbke und Hötensleben wieder anzukurbeln, sind sich die Gemeinde-, DRK- und Verwaltungsvertreter einig. Die Fahrzeugübergabe markiert somit den handfesten Beginn der vertraglich erweiterten Partnerschaft zwischen der Oberen Aller und dem DRK-Kreisverband Wanzleben.

Diese sieht mit Wirkung vom 1. Januar vor, dass fortan beziehungsweise mit einer Laufzeit von zunächst fünf Jahren das DRK komplett die Trägerschaft für die Jugendsozialarbeit übernimmt – personell und inhaltlich. Die Kosten tragen im Wesentlichen der Landkreis und die Verbandsgemeinde, sie umfassen die beiden der Oberen Aller zugeordneten Fachkräfte-Vollzeitstellen, die Kofinanzierung für zwei Freiwilligendienstler sowie Anschaffung und Unterhaltung des Kinder- und Jugendmobils. Der jährliche Anteil der Verbandsgemeinde liegt bei rund 34.000 Euro.

Aufgabe der einzelnen Gemeinden wird es sein, Räumlichkeiten für die Nutzung durch das DRK vorzuhalten. Vielerorts ist das bereits der Fall, dort müssten nun neue Reize gesetzt werden, um die offene Kinder- und Jugendarbeit wieder in Gang zu bringen und ein regelmäßiges Angebot zu schaffen, erklärte Stephan Dill als beim DRK für Kinder, Jugend und Soziales zuständiger Abteilungsleiter. Ausfüllen wird die Rolle des mobilen Jugendbetreuers Patrick Hildebrandt. „Ich werde mich in den nächsten Wochen genauer in den Gemeinden umsehen und umhören, mit den Bürgermeistern, örtlichen Einrichtungen und natürlich auch mit den Kindern und Jugendlichen ins Gespräch kommen“, kündigt der Marienborner an.

Seine Freude darüber, „dass der Faden nun wieder aufgenommen wird, weil die Jugendarbeit ja doch ein Brennpunktthema ist“, brachte Sommersdorfs Bürgermeister Peter Müller im Zuge der Fahrzeugübergabe zum Ausdruck. Sein Völpker Amtskollege Wolfgang Smolin schloss sich an: „Ich war anfangs ein großer Kritiker des Modells der Jugendbetreuung im Ort nur an einem Tag pro Woche. Aber es hat sich gezeigt, dass es doch ganz gut funktioniert.“

Für die Verbandsgemeinde erklärte Ordnungsamtsleiterin Bärbel Kuch: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und sind optimistisch, dass die Vereinbarung Früchte trägt.“ Stephan Dill unterstrich: „Die Kooperation mit der Oberen Aller steht unter sehr guten Vorzeichen, das ist nicht überall so. Jetzt sind die Gemeinden am Zug, Anlaufpunkte und Fortschritt der Partnerschaft werden von ihnen bestimmt.“

DRK-Kreisgeschäftsführer Guido Fellgiebel sagte: „Um die offene Kinder- und Jugendarbeit reißt sich keiner, aber wir wollen auch da Nähe schaffen. Dank der Unterstützung von Kreis und Kommunen kann uns das gelingen. Wir möchten jetzt die Wünsche der Gemeinden erfahren, um ein Konzept zu erstellen. Und vielleicht finden sich auch noch Ehrenamtliche, die uns bei der Umsetzung helfen.“

Volksstimme, 18.01.2019 (Ronny Schoof)

21. Januar 2019 10:48 Uhr. Alter: 89 Tage