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Kinder- und Jugendarbeit auf Rädern

Carola Klaer und Sascha Holtzheuer machen Jugendarbeit in der Westlichen Börde. Dafür gibt es Räume in Wulferstedt und Kroppenstedt.

Sollte irgendwo in der Westlichen Börde ein Kleinbus mit der Aufschrift „Kinder- und Jugendmobil“ genau dort stoppen, wo sich gerade Kinder oder Jugendliche aufhalten, dann nicht weggehen. Der Fahrer beziehungsweise die Fahrerin dieses Gefährts kommen in freundlicher Mission, wollen lediglich mit den jungen Leuten ins Gespräch kommen, um ihnen am Ende Möglichkeiten aufzuzeigen, die Freizeit interessant, abwechslungsreich und sinnvoll zu verbringen.

Am Steuer dieses Fahrzeugs sitzt entweder der 33-jährige Sascha Holtzheuer oder die 56-jährige Carola Klaer. Beide lenken seit Oktober beziehungsweise November das besagte Kinder- und Jugendmobil der Westlichen Börde und gestalten nach anfänglichen Schwierigkeiten und personellen Veränderungen nunmehr die Kinder- und Jugendarbeit in der Verbandsgemeinde.

Das Ganze ist ein „Projekt aufsuchende Jugendarbeit“, das vom Landkreis gefördert wird, zu dem die Verbandsgemeinde Westliche Börde jährlich 50 000 Euro zusteuert und das der DRK-Kreisverband Wanzleben umsetzt. Mit dem Ziel, den Kindern und den Jugendlichen aller Orte der Verbandsgemeinde Angebote für eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu unterbreiten.

Projektsitz ist die DRK-Begegnungsstätte Kroppenstedt, so dass Begegnungsstättenleiterin Yvonne Kirchhoff auch dafür den Hut aufhat. „Mit dem Jugendclub im Wulferstedter Schwarzen Adler, den wir von der Volkssolidarität übernommen haben, gibt es noch einen Projektstützpunkt“, sagt Yvonne Kirchhoff. Während die Kroppenstedter Begegnungsstätte täglich für die jungen Leute geöffnet ist, steht ihnen der Wulferstedter Jugendclub Dienstag, Donnerstag und Freitag jeweils von 14 bis 19 Uhr zur Verfügung. In Kroppenstedt ist vorrangig der studierte Sozial- und Kulturwissenschaftler Sascha Holtzheuer Ansprechpartner, in Wulferstedt Carola Klaer, die schon in den zurückliegenden zehn Jahren diesen Jugendclub geleitet hat.

Und sind die beiden nicht in diesen Einrichtungen, dann sind sie im Wechsel mit dem Kinder- und Jugendmobil unterwegs. Zum einen, um in den einzelnen Orten der Verbandsgemeinde mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und sie für Projekte beziehungsweise dafür zu gewinnen, die beiden Freizeiteinrichtungen zu nutzen. Zum anderen gehen sie beispielsweise in die Schulen oder suchen den Kontakt zu Verwaltungsmitarbeitern oder Bürgermeistern.

„Allerdings kommt das alles nach den Anfangsproblemen jetzt erst so richtig in Gang“, sagt Yvonne Kirchhoff und kündigt weitere Angebote für die Kinder und Jugendlichen der Verbandsgemeinde an.

Volksstimme, 27.01.2019 (René Döring)

28. Januar 2019 14:22 Uhr. Alter: 168 Tage