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Schulsanis sind bei Gefahr auf der Hut

DRK-Kreisverband unterstützt neue Gruppe an der Wanzleber Grundschule „An der Burg“

Die Wanzleber Grundschule „An der Burg“ hat jetzt eine Arbeitsgemeinschaft (AG) „Schulsanitätsdienst“. In Zusammenarbeit mit dem Jugendrotkreuz des DRK-Kreisverbandes Wanzleben wurde diese ins Leben gerufen, um die Sicherheit an der Schule zu verbessern.

Nach Information des Kreisverbandes ereignen sich an deutschen Schulen Jahr für Jahr mehr als eine Million Unfälle. Oft seien die ersten Minuten entscheidend für den Erfolg der Hilfeleistung, weiß auch Heike Astalosch als ehrenamtliche Koordinatorin des Jugendrotkreuzes. Sie freut sich immer über Zuwachs und somit auch darüber, dass in der Grundschule „An der Burg“ jetzt acht Schulsanitäter aus der zweiten Klasse helfen, die Folgen von Schulunfällen zu vermindern.

Auf ihren Einsatz im Fall des Falles vorbereitet werden sie durch die Schulsozialarbeiterin Jana Scheffler. „Der Schulsanitätsdienst ergänzt die bewährte Erste-Hilfe-Versorgung ganz wesentlich“, ist diese sich sicher. Die Schüler des Schulsanitätsdienstes haben ein Auge auf Gefahrenquellen und lernen, im Ernstfall Verantwortung zu übernehmen und überlegt zu handeln. Sie sind aber nicht nur fit in erster Hilfe, sie lernen auch, sich in andere Menschen einzufühlen. Die "Schulsanis" kümmern sich um die Wartung und Pflege der Materialien und versuchen, Gefährdungspotenziale zu verringern, sie vertiefen und erweitern aber auch ihr Wissen um soziale Verhaltensweisen ständig. Ebenso kommen sie später auf schulische Veranstaltungen und in ihren Pausen zum Einsatz, immer mit einem offenen Auge für brenzlige Situationen.

„Leider haben immer weniger Schulen die Ressourcen für ein solches Angebot“, bemerkte Heike Astalosch, als sie ein sogenanntes Starterset überreichte. Hierin enthalten sind neben der Arbeitshilfe auch notwendige Übungsbeutel, eine Sani-Tasche mit Erster-Hilfe-Ausstattung, eine Fleecedecke und viele weitere Materialien. In der Übungsstunde bekamen die kleinen Ersthelfer Gelegenheit, sich realistisch Schnittwunden schminken zu lassen und über die Versorgung derartiger Wunden zu informieren. Gespannt und neugierig zugleich zeigten die Schüler, dass  sie sich in Sachen Rettungsdienst, Feuerwehr und Notrufnummern bereits gut auskennen. Fest steht, dass die AG auch nach den Sommerferien fortgesetzt wird.

„Schulen, die ebenfalls Interesse an einer Schulsanitätsdienst-AG haben, können sich jederzeit bei uns melden“, fügt Heike Astalosch hinzu.

Volksstimme, 17.06.2019 (Constanze Arendt-Nowak)

18. Juni 2019 19:06 Uhr. Alter: 27 Tage