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Sanitäter setzen auf Klimaschutz

Den Klimaschutz haben die Jugendrotkreuzler des DRK-Kreisverbandes Wanzleben bei ihrem Kreiswettbewerb in den Mittelpunkt gestellt.

Gleich neben dem neuen Vereinsheim von Team Orange in der Hohendodeleber Nordstraße haben sich am Sonnabendvormittag dramatische Szenen abgespielt. Ein jugendlicher Radfahrer war ungebremst in einen Müllhaufen gefahren und hatte sich bei dem Sturz blutende Verletzungen zugezogen. Er schrie. Doch die Sanitäter waren zur Stelle und wussten, was zu tun war. In zahlreichen Übungsstunden hatten die Nachwuchs-Helfer vom Jugendrotkreuz und vom Schulsanitätsdienst die Handgriffe vom Beruhigen über die Wundversorgung bis hin zur Stabilen Seitenlage für den Kreiswettbewerb geübt. So stellten auch der simulierte Sonnenstich und die (geschminkten) Verbrennungen nach einer Verpuffung beim Grillen an der gleichen Station gar kein Problem dar. Heike Astalosch war eine von 70 ehrenamtlichen Helfern aus den Rotkreuzgemeinschaften Jugendrotkreuz, Sanitätsdienst sowie Wohlfahrts- und Sozialarbeit und bewertete mit Fachwissen die Leistung bei der Ersten Hilfe.

„Die Erste Hilfe ist neben dem Rotkreuzwissen aber das Einzige, was die Kinder und Jugendlichen lernen können, alles Andere ist Allgemeinwissen oder Können“, erklärte Carolin Sauer, Koordinatorin Vereinsarbeit des DRK-Kreisverbandes Wanzleben. Gemeinsam hatte sie sich mit zahlreichen Helfern Aufgaben für zwölf Stationen ausgedacht, die weit in Hohendodeleben verteilt waren und mithilfe einer Karte angelaufen werden mussten. Zwölf Stationen deshalb, weil es auch zwölf Gruppen mit 75 Kindern und Jugendlichen waren, die auf die Strecke gingen.

Die teilnehmenden Gruppen starteten in vier Kategorien, abhängig vom Alter und von der Einordnung in Jugendrotkreuz und Schulsanitätsdienst. Wie Carolin Sauer erklärte, gibt es Jugendrotkreuz-Gruppen im Verbandsgebiet des DRK-Kreisverbandes Wanzleben in Eilsleben, Hohendodeleben, Seehausen und Wormsdorf. Schulsanitätsdienstgruppen sind an den Grundschulen in Altenweddingen, Langenweddingen und neu in Wanzleben aktiv. Nicht alle beteiligten sich am Kreiswettbewerb.

Die zwölf Aufgaben, die die teilnehmenden Gruppen lösen mussten, widmeten sich diesmal in Anlehnung an die derzeit aktuelle „Fridays for Future“-Bewegung vor allem dem Klimaschutz. „Deshalb ist der Radfahrer an der Erste-Hilfe-Station auch in den Müllhaufen gefahren oder hat ein anderer Verletzter an der zweiten Erste-Hilfe-Station einen Stromschlag erlitten, weil er während eines Gewitters mit einem Handy telefonierte, das gerade geladen wurde“, nannte Carolin Sauer Beispiele. Insgesamt war der Wettbewerb mit „Heldentaten für das Klima“ überschrieben.

Zu diesen „Heldentaten“ gehörten unter anderem auch der Wassertransport mit kleinen Bechern durch einen Hindernisparcours, das Erkennen von Lebensmitteln durch Ertasten und Riechen oder das Benennen von Gefahrensymbolen auf Haushaltschemikalien. Für die musisch-kulturelle Aufgabe, hatten sie bereits zu Hause Beiträge rund um den Umweltschutz und gesunde Ernährung vorbereitet. „Wichtig ist vor allem der Spaß, Spiel und das Miteinander, so Carolin Sauer.

Die Sieger haben sich für die Landeswettbewerbe des Jugendrotkreuzes qualifiziert, bei denen im nächsten Jahr die besten Gruppen aus ganz Sachsen-Anhalt gegeneinander antreten.

Volksstimme, 25.06.2019 (Constanze Arendt-Nowak)

25. Juni 2019 09:42 Uhr. Alter: 21 Tage