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„Behandlungsplatz 50“ an Sanitätszug übergeben

Ehrenamtler werden für den Umgang mit dem Einsatzfahrzeug fit gemacht / Fahrzeug steht in Oschersleben

Dem DRK Kreisverband Wanzleben, genauer gesagt dem Sanitätszug des Kreisverbandes, ist Anfang April ein sogenannter Abrollcontainer übergeben worden. Hierbei handelt es sich um einen Container samt LKW zur Beförderung. In dem Container selbst befinden sich alle wichtigen „Utensilien“ für einen „Behandlungsplatz 50“. Der Abrollcontainer wird in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Oschersleben seinen Platz bekommen. „Der Abrollbehälter ist aus dem Rettungsdienst des Landkreises Börde sozusagen ausgegliedert und dem Katastrophenschutz, dem Sanitätszug des DRK Kreisverbandes Wanzleben, zugeordnet worden. „Die Leistung war vom Landkreis ausgeschrieben worden. Wir haben uns beworben und den Zuschlag bekommen“, erklärt Stephan Dill vom DRK Wanzleben. Im Medicalcenter der Motorsportarena Oschersleben präsentieren Steffen Herboldt, Denis Altmann, Kreisbereitschaftsleiter, Marco Olze, Michel Schumitz, Mario Pankow und Daniel Giesecke den besonderen Verbandsplatz.

Bei Großschadenslagen mit mehr als 50 Betroffenen würde das Fahrzeug zum Einsatz kommen oder besser zum Ort des Geschehens gebracht werden. „Wir kennen den Abrollcontainer sehr gut aus unserer ehrenamtlichen Arbeit in der Vergangenheit, beispielsweise durch den Einsatz beim Hochwasser 2013. Wir wurden von Fachspezialisten für den Einsatz vorbereitet“, so Denis Altmann.

Nach der Übergabe des Fahrzeugs samt Container an den Sanitätszug des DRK Kreisverbandes werden nun die Mitglieder des Sanitätszuges, es sind aktuell 70, entsprechend ausgebildet.

Von jeher ist es so, dass im Falle eines Notfalles für die Einrichtung und den Aufbau des „Behandlungsplatzes 50“ nicht medizinisches Personal benötigt wird. Dafür wird auch weiterhin die Freiwillige Feuerwehr Ebendorf zuständig sein.

Es sei in der Regel nicht vorher sehbar, wann der Container zum Einsatz kommen muss, deshalb müsse dafür gesorgt werden, dass der Behandlungsplatz, Fahrzeuge und Medizintechnik im Notfall funktionieren. Deshalb hat der DRK Kreisverband Wanzleben eine Gruppe „Technik und Sicherheit“ gebildet. „Regelmäßige Prüfungen der Fahrzeuge und Technik sind notwendig, darum die Bildung der Gruppe, die von Daniel Giesecke geleitet wird. Er kennt sich aus seiner Zeit als ehrenamtlicher Feuerwehrmann mit der entsprechenden Technik aus“, erklärt Stephan Dill. Er berichtet zudem, dass zum Sanitätszug jetzt zwei LKW und mehrere Krankenwagen gehören. „Die Aufgaben für den Sanitätszug sind größer geworden“, so Dill.

Volksstimme,18.05.2019 (Yvonne Heyer)

20. Mai 2019 16:51 Uhr. Alter: 34 Tage