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Wanzleber Schnäppchen

Das Soziale Zentrum "Alter Bahnhof" Wanzleben hat zu seinem Familienfest mit Flohmarkt eingeladen.

Familienfest und Flohmarkt sind in dieser Verbindung in Wanzleben etwas Besonderes. Diese Kombination sorgt dafür, dass sich die Einwohner der Sarrestadt, Besucher aus den umliegenden Orten hier auch mit Migranten treffen können. Das passte ideal zur Woche der Integration im Landkreis Börde, in deren Rahmen die Veranstaltung stattfand.

Zudem hatten die Veranstalter an die jungen Besucher gedacht. Diese konnten sich auf einer Hüpfburg gehörig austoben oder das beliebte Kinderschminken in Anspruch nehmen. Dazu gab es noch besondere Leckereien, wie Zuckerwatte. Die ließen sich die Erwachsenen ebenfalls schmecken und so gab es bei Kaffee und Kuchen, Grillwurst und Soljanka auch die angestrebten Begegnungen.

Dazu spielte die Sängerin „PanDora“ den ganzen Tag über auf, sie offenbarte eine erstaunliche musikalische Bandbreite. Zum Schlager tanzte sie mit den Kindern und für die Erwachsenen gab es die von einigen Fans schon heiß ersehnten „Metallica“-Einlagen. Spontan legte die Sängerin auch mal ein Tänzchen mit den Mitarbeitern hin. „PanDora“ alias Anja Schmierdorfer ist im normalen Leben Altenpflegerin beim Deutschen Roten Kreuz und war bislang bei allen drei Auflagen des Festes mit dabei.

„Wir sind heute mit 30 Mitarbeitern dabei, das Fest zu organisieren und den Ablauf zu gewährleisten“, sagt die Leiterin des Sozialen Zentrums, Barbara Schürmann im Gespräch mit der Volksstimme. „Neben Helfern im Bundesfreiwilligendienst und Ein-Euro-Kräften gibt es darunter viele Ehrenamtliche.“

So hat beispielsweise Birgit Kaczenski aus Remkersleben einst selbst im Sozialen Zentrum gearbeitet. Bei Veranstaltungen sind sie und ihr Mann Dieter jedoch immer noch als Helfer mit dabei. „Die Beiden haben das Herz am rechten Fleck und sind immer wieder eine große Unterstützung“, sagt die Leiterin. „Es gibt etliche Menschen, die uns gern ehrenamtlich zur Hand gehen. Das ist lobenswert.“

Für das Fest haben die Mitarbeiter nicht extra eingekauft. Alle Leckereien sind hier tatsächlich noch handgemacht. „Wir finanzieren die Veranstaltung direkt über die Einnahmen. Diese trägt sich dann, bei einem entsprechendem Zuspruch aus der Bevölkerung, fast selber“, erläutert Barbara Schürmann. Sie ist mittlerweile vier Jahre beim DRK im Sozialen Zentrum tätig, das schon seit elf Jahren an dem Standort zu finden ist.

„Wir haben auch Glück mit dem Wetter gehabt“, erzählt die Leiterin mit einem Schmunzeln weiter. „So mancher Mitarbeiter hat gezweifelt, aber die Sonne scheint ja auf unser Fest herab.“ Das sehen auch die vielen Besucher so. Sie schauen sich die einzelnen Flohmarktstände ausgiebig an. Darunter ist auch ein Kleiderstand des DRK.

„Wir hätten auf jeden Fall noch etwas Platz gehabt“, schätzt Barbara Schürmann ein. „In der Zukunft können sich ruhig noch mehr Leute bei uns melden, um ihre Sachen los zu werden. So waren es in diesem Jahr zehn private Anbieter.“ Dabei setzt die Leiterin aber auf die Zukunft, denn das Familienfest soll künftig weitergeführt und zu einer echten Tradition in der Sarrestadt werden.

Das Soziale Zentrum lockt zudem mit anderen Angeboten. So gibt es jeden Dienstag ab 14 Uhr den Strickclub „Nadel und Faden“. Am Mittwoch, 2. Oktober, öffnet das in diesem Jahr eingeführte „Café ohne Grenzen“ um 13.30 Uhr. Thematisch geht es dabei um die Hilfe zur Arbeitssuche. Die Veranstaltung wird von Ingrid Zeidler moderiert, einer echten Fachfrau auf dem Gebiet.

„Ab sofort können sich auch wieder Schulklassen bei uns anmelden, mit denen wir Kartoffelpuffer und Plätzchen machen“, sagt die Leiterin. „Entsprechende Spenden für die Kinderweihnachtsfeier nehmen wir ebenfalls bereits jetzt entgegen.“

Volksstimme, 30.09.2019 (Christian Besecke)

30. September 2019 18:41 Uhr. Alter: 63 Tage